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Fachkreis Kommunikations-Controlling sucht international einheitlichen Standard

Der Internationale Controllerverein (ICV) ist in Europa der größte Berufsverband für Controller in Europa. Traditionell ist der ICV eher in Zentraleuropa verankert, in den letzten Jahren sind aber zunehmend Controller aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa den regionalen Arbeitskreisen beigetreten. Seit 2012 gibt es auch in Großbritannien einen Arbeitskreis, der einen ersten Schritt Richtung IMA (Institute of Management Accountants), dem angloamerikanischen Berufsverband der Controller darstellt. So soll eine Annäherung zwischen dem angloamerikanischen Verständnis von Controlling und dem „German Controlling“ gelingen.

Folgerichtig hat auch der Fachkreis Kommunikations-Controlling bei seinem 23. Arbeitstreffen einen Schritt Richtung angloamerikanische Verbände für Public Relations unternommen. Die PR-Branche wird historisch von Ansätzen und Ideen  führender PR-Vertretern aus den USA dominiert, Meinungsforschung ist ein wichtiger Bestandteil der politischen und unternehmerischen Arbeit. So ist in der Auffassung der PR-Profis „überm Teich“ PR-Evaluation immer noch gleichzusetzen mit Kommunikations-Controlling.

Mittlerweile ist auch den führenden PR-Profis, James E. Grunig, David Rockland, Tom Watson, Fraser Likely, Don W. Stacks, Walter Lindenmann, Sandra Macleod, Jim Macnamara, Katie D.Paine und David Geddes bewusst geworden, das Messungen alleine noch keine Steuerung ausmachen. So kam es im Jahr 2012 auf dem jährlichen AMEC Summit zur Barcelona Declaration of Research Principles, die aber in Praxis noch wenig Anwendung findet. Die International Association for Measurement and Evaluation of Communication (AMEC) befasst sich mit Medienevaluation und der Erforschung von Kommunikation.

Am 20. Juni 2014 diskutieren die Mitglieder des Fachkreises Kommunikations-Controlling an der HWZ in Zürich die Metrics der AMEC  und des Conclave und überprüften die Kompatibilität mit dem Wirkungsstufenmodell (DPRG/ICV). Die Diskussion wurde mit einem Reader und einem Impulsvortrag durch Dr. Mark-Steffen Buchele von buchele-cc-GmbH bestens vorbereitet.

Die Diskussion und die Bearbeitung des Readers schärfte bei allen Beteiligten noch einmal das Verständnis für das 2009 verabschiedete Wirkungsstufenmodell (DPRG/ICV). Vor allem die in der Diskussion dargestellten Überlegungen und Beweggründe hinsichtlich der Zuordnung der Wirkungsstufen der schon damals dabei gewesenen enthielten wichtige Informationen für alle anderen. Denn im Wirkungsstufenmodell geht es einerseits unterschiedliche Messbereiche für PR-Arbeit und kognitive und affektive Aspekte. Ebenso wie Erkenntnisse des Neuromarketings, die im Wirkungsstufenmodell verarbeitet sind.

Das Ergebnis wird im September auf einer von der Hoerbinger Holding AG initiierten Konferenz in Wien mit Frazer Likely, einem Vertreter der AMEC abgeglichen und danach publiziert. Fraser Likely ein kanadischer PR-Experte und Mitglied der AMEC. wurde mehrfach ausgezeichnet für seine praktische Arbeit im Themenfeld der Public Relations.

Die Publikation soll dann ein erster Schritt sein, um zu einem International einheitlichen Ansatz zur Steuerung von Kommunikationsarbeit sein. Sollte das gelingen, würde der ICV erneut ein Vorreiter bei der Entwicklung von Controllings-Standards sein.


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