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Integrated Reporting = Chancen für die Unternehmenskommunikation

Während die Nachhaltigkeitsberichterstattung, etwa nach dem im Mai 2013 in vierter Generation veröffentlichten Leitfaden der Global Reporting Initiative (GRI), ausgewogen auf ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Faktoren der unternehmerischen Tätigkeit eingeht, strebt das Integrated Reporting die Verknüpfung der Finanz- mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung an.

Dabei geht es um mehr als eine weitere Angabepflicht. Anders wie die aus dem HGB resultierende Pflicht, als große Kapitalgesellschaft im Lagebericht  auch auf nicht finanzielle Leistungsindikatoren (wie Informationen über Umwelt- und Arbeitnehmerbelange) einzugehen, geht es beim Integrated Reporting darum, bislang „isolierte“ Teile der Berichterstattung miteinander in Beziehung zu setzen und so ein ganzheitliches Unternehmensbild zu zeigen. Es geht nicht um mehr Informationen, sondern um verbesserte Informationsqualität. Das Integrated Reporting kann als Anstoß der stärkeren Zusammenführung des externen und internen Rechnungswesens sowie weiterer Abteilungen und der Unternehmensführung verstanden werden kann.

Als Orientierungsrahmen hat das International Integrated Reporting Council (IIRC) im Dezember 2013 ein Rahmenkonzept für das Integrated Reporting verabschiedet. Im IIRC sind neben großen Unternehmen aus allen Wirtschaftsräumen der Erde und wichtigen Wirtschaftsprüfungs-Organisationen auch die beiden bedeutendsten Standartsetter IASB und FASB zusammengeschlossen.

Charakteristisches Element ist ein prinzipienbasierter Ansatz. Dieser enthält keine detaillierte Auflistung konkreter Berichterstattungselemente. Idee ist vielmehr, den Unternehmen einen einheitlichen Rahmen für die Erstellung eines integrierten Berichts vorzugeben, der dann individuell auszugestalten ist. Es geht nicht um mehr Informationen, sondern um verbesserte Informationsqualität.

So beschreibt Integrated Reporting die Wertschöpfung

So beschreibt Integrated Reporting die Wertschöpfung

Jede Organisation hat ein Geschäftsmodell entwickelt, mit dem verschiedene Kapitalarten (Input) mittels der mit dem Geschäftsmodell  verbundenen Aktivitäten/Prozesse einen Output (Produkte, Dienstleistungen, Nebenprodukte und Abfälle) generieren. Die Aktivitäten der Organisation und der Outputs führen zu Ergebnissen (Outcome) bei den eingesetzten Kapitalarten. Die Fähigkeit des Geschäftsmodells zur Anpassung an Änderungen (z.B. in der Verfügbarkeit, Qualität und Erschwinglichkeit der Eingänge) wirkt sich nachhaltig auf die Rentabilität und die Schaffung von Wert der Organisation aus. Dabei rückt das Stakeholder-Management und das Management von Intellectual Capital in den Vordergrund, beides Management-Felder, die durch Kommunikationsarbeit massiv unterstützt werden, wenn nicht sogar maßgeblich beeinflusst werden. Da derzeit für die CFO´s noch kein handhabbarer Ansatz vorliegt, diese „weichen“ Faktoren in der finanziellen Berichterstattung darzustellen, besteht hier die große Chance für die Kommunikationsleiter endlich „auf Augenhöhe“ wahrgenommen zu werden. Denn wer ist in der Organisation für die Gestaltung der Beziehungen zu relevanten Stakeholdern verantwortlich? Außerdem übernimmt die Unternehmenskommunikation die Aufgabe, dass das Unternehmen als Ganzes so erkannt und gesehen wird, wie es im Integrierten Bericht dargestellt wird. Der Internationale Controllerverein (ICV) unterstützt gleich zweimal Organisationen bei der Umsetzung des Integrated Reporting:

  1. Einmal mit seinem Whitepaper „Moderne Wertorientierung„, das sich an CFO´s und Verantwortliche des Controllings richtet.
  2. Der Fachkreis Kommunikations-Controlling (ICV) entwickelt sein „Grundmodell für Kommunikations-Controlling“ in Richtung Stakeholder-Management weiter und den konkreten „Nachweis“ des Erfolgsbeitrages von Kommunikationsarbeit.

Dazu hier mehr in diesem BLOG..

Ihr

Rainer Pollmann


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