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Kommunikatoren fetzen sich (nicht) mit ConTROLLern !!!

Controllern und Kommunikatoren wird ein gespanntes Verhältnis nachgesagt. Beide sprechen unterschiedliche Sprachen, die einen sind auf Geld und Kennzahlen  fokussiert, die anderen auf Wirkung bei Stakeholdern. Sagt man. Die einen wollen angeblich messen, die anderen Verhalten und Einstellung ändern. Allerdings stehen Kommunikatoren zunehmend in der Rechtfertigungsecke, weil sich ihr Tun nicht im Messsystem der Organisation in finanziellen Größen ausdrücken lässt.

Kommunikatoren wird nachgesagt,  kreative, fröhliche Menschen zu sein. Controller zeigen meist eine grimmige, sorgenvolle  Miene und gehen zum Lachen in den Keller. Und wollen Controller nicht kontrollieren, ist nicht im Begriff ConTROLLer das Wort Troll enthalten? Lauter negative Attribute, die ConTROLLern zuzuschreiben sind?

Internet-Trolle sind für Kommunikatoren eine wahre Plage. Der Bonner Mediavist Rudolf Simek fühlt sich in einem Interview bei (Internet-)Trollen an die Trolle des Mittelalters erinnert. Für ihn sind sie boshaft, und es ist gleichzeitig praktisch unmöglich, ihrer habhaft zu werden und sie zur Verantwortung zu ziehen. Einen Troll zu erwischen, war schon immer schwierig. Das können (in der mittelalterlichen Sage) nur wahre Helden!

Sind nicht Controller ebenfalls boshaft, wenn sie von Kommunikatoren Aussagen zu Budget und Wertschöpfungsbeitrag verlangen? Forderungen, bei denen sich Kommunikatoren meist nicht wohlfühlen, denn dies ist nicht ihr Metier. Habhaft kann man Controllern auch nicht werden, da ihre Forderungen mit Worten in einer fremden Sprache untermauern und noch dazu über Zauberkräfte verfügen: Urplötzlich taucht im Budget Geld auf oder es ist verschwunden!

TLAutenbachMArs

Ist das der Grund, warum Kommunikatoren in den meisten Organisationen nicht als „Helden“ (siehe oben) der Wertschöpfung und des Unternehmenserfolgs gesehen werden?

Wie eine Umfrage von news aktuell und Faktenkontor (beide Hamburg) im Rahmen des PR-Trendmonitor 2017 ergab, betrachten Kommunikatoren Controller nicht als Trolle, trotz der einen oder anderen „Ähnlichkeit„. Sie tragen Konflikte mit anderen Unternehmensbereichen aus!

Pressesprecher führen die meisten Dispute innerhalb ihrer Organisation mit der Geschäftsführung. Nur wenig seltener gibt es Knatsch mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Marketing-Abteilung. Auf Platz drei der internen Konflikt-Partner landen die Kollegen vom Vertrieb. Knapp 370 Fach- und Führungskräften der PR haben am PR-Trendmonitor teilgenommen und die Frage beantwortet, mit welchen Abteilungen sie die meisten Auseinandersetzungen haben (Mehrfachnennungen waren möglich).

MitWemStreitetPR

Ist das Marketing der interne Hauptkonkurrent um das Kommunikationsbudget? Führt der Vertrieb zu viele Events und Werbemaßnahmen unabgestimmt mit dem Kommunikationsbereich durch? Möchte die Geschäftsleitung endlich etwas über das Unterstützungspotential des Kommunikationsbereichs zu betrieblichen Wertschöpfung  erfahren? Fühlen sich die Verantwortlichen der Kommunikationsbereiche dadurch in die Rechtfertigungsecke gedrängt? Könnten das die Ursachen für Dispute sein?

Ich weiß es nicht, die Umfrage hinterfragt die Ursachen nicht und liefert daher auch keine Antworten. Ich kann nur spekulieren und tue das hier gerne, gebrauche freudig Klischees. 🙂

Erstaunlich, dass Controller „abgeschlagen“ auf dem 7. Rang als Konfliktpartner landen. Woran liegt das? Gibt es weniger Streit mit den ConTROLLern? Wird in den teilnehmenden Organisationen weniger kontrolliert oder haben sich die Controller in den Untergrund (=Keller) zurückgezogen? Oder gibt es weniger Berührungspunkte, da die Kommunikationsarbeit noch nicht systematisch gesteuert und (ge)managed wird?

Sollten meine (durch zahlreiche Erlebnisse gestützten) Spekulationen zutreffen, so kann ein integriertes Kommunikationsmanagement oder -Controlling auf alle diese Fragen eine Antwort finden. Kommunikations-Controlling hat das Potential den Wertschöpfungsbeitrag der Kommunikationsbereiche sichtbar zu machen und liefert Ansätze das Silodenken in Organisationen aufzubrechen.

Schließlich verstehen sich Controller als interne Dienstleister und Berater, nicht aber als Zahlenknechte und Erbsenzähler. In diesem Sinne sind Controller eher freundliche Heinzelmännchen  und keine garstigen Trolle!

Fragen Sie also den Controller ihres Vertrauens! 🙂

Controller

Photo by Startup Stock Photos from Pexels

 


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