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Stakeholder-Management erfordert Kommunikations-Controlling

Spätestens seit Friday for Future ist der Klimawechsel und der CO2-Ausstoß allen ins Bewusstsein gerückt. Die ganze Thematik führt uns  vor Augen, dass wir als Menschheit einige Dinge dringend überdenken und ändern müssen. In vielen Unternehmen wird das Thema Nachhaltigkeit tatsächlich gelebt, wie eine aktuelle Studie von Hering-Schuppener  zeigt. Spätestens der Aufsehen erregende Beitrag (HBR 2011) von Michael E. Porter und Mark R. Kramer über den Shared Value macht uns bewusst, dass die Gesellschaft mehr als nur einen Shareholder Value von Unternehmen erwartet, um die „License to operate“ immer wieder zu bestätigen. Seit einiger Zeit gibt es daher Diskussionen, was denn der Zweck von Unternehmen ist. Wird diese Diskussion nicht als Alibi-Diskussion verstanden, dann kann ein Shared Value nur über einen verstärkten Stakeholder-Dialog identifiziert werden. Denn der Shared Value kann unterschiedlich ausfallen und wird eben von denjenigen, die ein Interesse en einem Unternehmen und seiner Existenz haben ganz unterschiedlich gesehen. Damit wird in jedem Unternehmen der Bereich Unternehmenskommunikation wichtiger. Versteht man Unternehmenskommunikation nicht als „Presseabteilung“, dann sind hier die Experten versammelt, die durch einen Dialog mit den wichtigsten Stakeholder-Gruppen dafür sorgen, dass stabile Beziehungen entstehen und Stakeholder mit dem, was sie tun, das Geschäftsmodell eines Unternehmens fördern oder aber wenigstens nicht behindern.

Joe Kaeser hat das versucht, in dem er einen Dialog mit Luisa Neubauer zu führen versucht oder sie sogar als Mitglied des Aufsichtsrates zu gewinnen. Nimmt ein Unternehmen den Shared Value-Gedanken ernst, dann bedeutet das nicht nur nachhaltiges Wirtschaften, sondern auch ein Integriertes Denken, also einen völlig anderer Steuerungsansatz. Stakeholder Management wird notwendig, denn Stakeholder können das Geschäftsmodell unterstützen oder aber behindern, was das Integrated Reporting  sehr deutlich macht. Dies hat Prof. Dr. Christopher Storck in einem Beitrag wunderbar ausgeführt.

Damit sollte eigentlich die Bedeutung einer professionell geführten Unternehmenskommunikation und damit eines Kommunikations-Controllings  steigen.


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